Das Puzzle fügt sich zusammen
Warum Mercy Air seit Jahren auf diesen Moment hinarbeitet
Mercy Air fliegt schon seit einigen Jahren vom südafrikanischen White River aus nach Lesotho. 2022 – 2025 wurden 9 grössere Einsätze an insgesamt 200 Tagen durchgeführt. Da unser Helikopter bis heute in White River stationiert ist, braucht der Transfer nach Lesotho 20% der Einsatzzeit. Pilot Joel Bärtschi berichtet:
Einer der ersten Einsätze war eine Kampagne gegen Tuberkulose, wozu wir Röntgenausrüstung und Zelte in Bergdörfer in Mohale’s Hoek transportierten. Zu Beginn hatte ich lediglich eine Kontaktperson von MAF in Lesotho. Mit jedem weiteren Besuch konnte ich neue Kontakte zu Partnern oder Schlüsselpersonen in relevanten Behörden knüpfen.
Unter anderem lernten wir den Gesundheitsminister kennen. Er erhielt einen ersten Eindruck von der praktischen Hilfe von Mercy Air, was uns später den Weg zu einer Zusammenarbeit ebnete.» Die Regierung und das Gesundheitsdepartement sind sich der Lücke bei der Versorgung der Landbevölkerung bewusst. In Notfällen ist man momentan auf die Armee angewiesen, welche aber andere Aufgaben hat.
Von der Luftwaffenbasis in der Hauptstadt Maseru aus operieren mehrere Organisationen und NGOs. Es ist der ideale Ort, um Einsätze mit Partnern zu koordinieren, das Netzwerk aufzubauen und Synergien in der Zusammenarbeit zu nutzen. Mercy Air ist wie ein weiteres Puzzlestück, das sich ideal einfügt und eine wesentliche Lücke schliesst.
In der Kombination ergänzen sich z.B. die Flächenflieger von MAF und die Hubschrauber von Mercy Air optimal. MAF fliegt rund 20 Flugpisten im Gebirge an. Infolge der Topografie ist das oft äusserst anspruchsvoll und in Tälern, die zu eng für Flugzeugpisten sind, kann nur noch der Heli landen.
Auch der in Maseru stationierte Lesotho Flying Doctor Service (LFDS) und die Missionare von LMD (Lesotho Mountain Discipleship) stossen mit ihren Transportmitteln an Grenzen. Die Flugdienstleistungen von Mercy Air ermöglichen eine effizientere Arbeit der Partner und werden von diesen sehr geschätzt, insbesondere, da sich die Situation seit der Reduktion der Unterstützung durch die US-Regierung massiv verschärft hat.
Derzeit laufen die Vorbereitungen, die Planung und das Einholen von Offerten und Bewilligungen für unsere neue Basis. Sobald die Finanzierung sichergestellt ist, können wir das Projekt umsetzen.
In Mosambik haben wir über Jahre bewiesen, dass wir mit einem einfachen Setting viel bewirken können. Im gebirgigen Lesotho brauchen wir mehr Schutz vor Wettereinflüssen wie Gewittern und Hagel, die Höhenlage fordert zusätzlich heraus.
Wenn alles nach Plan läuft, können wir 2027 den Betrieb aufnehmen. Wie Sie uns dabei unterstützen können, finden Sie unter Spenden.








